Last-Minute Geschenkideen

Unsere 5 Last-Minute
Geschenkideen

Alle Jahre wieder steht Weihnachten ganz plötzlich vor der Tür und wir stellen uns kurz davor die Frage: Was schenke ich nur meiner besten Freundin, meinem besten Kumpel, der Schwester oder dem Bruder. Eigentlich läuft es ja immer nach dem Motto: Wir schenken uns nix! Aber am Ende hat man doch Lust wenigstens eine Kleinigkeit zu verschenken und dem Gegenüber ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Ihr habt aber immer noch keinen Plan? Da helfen wir doch gerne aus!

Geschenkidee

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

1. Granola für die Frühstücksliebhaber
Wie wärs mit selbstgemachtem Granola? Für alle HealthyFitnessVeggieVeganer genau das richtige und geht auch wirklich ganz fix selber zu machen. Dafür braucht ihr: 300 g Haferflocken, am besten mischt ihr kernige mit zarten Flocken, 150 g Nüsse Mandeln, Erdnüsse oder Haselnüsse, je nach Lust und Laune, 50 g Samen und Kerne, das heißt Chisamen, Sonneblumenkerne, Leinsamen, gepuffter Amaranth usw., 1 TL Zimt und eine Prise Salz, 100 ml Agavendicksaft, 25 ml Sonnenblumen- oder Rapsöl. Alle Zutaten mischt ihr in einer Schüssel gut durch, solange könnt ihr den Ofen auf 160 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Euer Backblech legt ihr noch mit Backpapier aus und danach verteilt ihr die Masse darauf. Gebt es für ca. 20-25 Minuten in den Ofen. Schaut zwischendurch immer wieder nach dem Granola, damit es euch nicht verbrennt und holt es rechtzeitig aus dem Ofen. Lasst es danach gut auskühlen. Erst dann ist das Granola richtig knusprig. Füllt es in Einmachgläser und verschönert es noch mit einem Band mit Etikett.

2. Winterweine für kleine und große Schluckspechte
Der oder die Beschenkte sagt zu Vino nie No? Na dann Glückwunsch, du bist hier genau richtig. In unserem Onlineshop findest du neben unserem Wein-Tasting Betreutes Trinken Vol. 2, auch die Winterweine Kollektion mit einzelnen Flaschen. Zwei Winzerglühweine Rot „Handwärmer“ oder Weiß „Frostbeule“ stehen dir zu Auswahl, wenn du nochmal so richtig den Weihnachtsmodus aufdrehen willst. Ansonsten findest du einen Spätburgunder „Zweimsamkeit“, einen Chardonnay „Nachteule“, einen Riesling „Trinkfest“ oder einen Dornfelder „Deeptalk“ – da wird doch mit Sicherheit was dabei sein. Wir sind uns sicher 🙂

3. Das Salz in der Suppe
In deinem Freundeskreis gibt es mindestens eine Person, die das Essen immer noch nachsalzen muss. Na, fällt dir jemand ein? Dann heißt es ab sofort: Würzen nur noch mit Handmade-Salz, naja fast. Dafür besorgst du dir im Haushaltswarengeschäft oder Drogeriemarkt eine leere Gewürzmühle. Noch eine Packung grobes Meersalz, getrocknete Blüten (die kriegst du im gut sortierten Super- oder Biomarkt) und ein bisschen getrockneten Rosmarin. Das Salz mischt du mit den Blüten und den Kräutern und füllst es in die Gewürzmühle. Sticker drauf, Etikett dran. Et voila. Fertig ist das obercoole Angebersalz.

4. Spekulatiuscreme für die ganz Süßen
Nichts geht über Spekulatiuskekse an Weihnachten. Am Abend mal eben die halbe Packung weg geatmet… wir sagen es niemandem. Und das jetzt als Brotaufstrich, klingt geil oder? Deine Freunde oder Geschwister werden es ebenso lieben. Für ein Glas mit ca. 250 ml brauchst du 100 g Spekulatiuskekse, 25 g weiche Butter, 25 g braunen Zucker, 1/2 TL Zimt, 60 ml Kondensmilch. Die Kekse in einer Schüssel ganz fein zerstoßen, mit den restlichen Zutaten und einem Schneebesen bzw. Knethaken gut vermischen und in ein heiß ausgespültes Glas geben. Im Kühlschrank hält es sich ca. 4 Wochen.

5. Kaffeetasse mit Spruch
Jeder hat so seine Lieblingstasse im Küchenschrank stehen. Ab sofort wird eure verschenkte Tasse das neue Stück für den morgendlich Kaffee oder Tee sein. Wein kann man da zur Not auch draus trinken finden wir 😉 Dafür nehmt ihr einfach eine blanko Tasse in Weiß und besorgt euch einen Porzellanstift (z.B. Edding Porcelain Brushpen). Die Tasse vorher unbedingt heiß abwaschen, sie muss frei von Fett und Schmutz sein. Dann schreibt einen Spruch eurer Wahl direkt auf die Tasse. Hier ein paar Vorschläge unsererseits. Ohne Wein ohne mich, It’s wine o’clock, Wine baby Wine, Schluckspecht… das ganze lasst ihr dann für 15 Min. an der Luft trocknen. Danach lasst ihr es im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad einbrennen und auch dort mit geschlossener Tür abkühlen. Fertig ist die neue Lieblingstasse. Am besten wird sie nur vorsichtig von Hand gespült, damit die Schrift geschont wird.

Wir hoffen, wir konnten euren Arsch ein bisschen retten. Kein Thema, wir wissen ja selbst wie das ist. Habt schöne Weihnachten und viel Spaß beim Nachmachen. Zum Wohl🍷❤️


Glühwein-Positng

Ein Glühwein, swei Glühwei, rei Lühwei

Ein Glühwein, swei Glühwei, rei Lühwei…

Die Adventszeit naht und damit öffnen normalerweise auch die ersten Weihnachtsmärkte in der Republik. Gleichzeitig sehnt sich unser Gaumen nach diesem süffig-süßen, aromatischen Heißgetränk, dass unsere Flossen und Herzen nur zu gut wärmt und unsere Zungen, zugegeben manchmal etwas zu doll, lockert. Fast kommt es einem wie eine Ewigkeit vor, dabei war es erst letztes Jahr. Schön mit den Kollegen oder Freunden das typische „After-Work“ auf dem Weihnachtsmarkt verbracht. Leider macht uns dieses Jahr Corona einen Strich durch die Rechnung, aber woher kommt diese jährliche Lust nach Glühwein?

Glühwein_Fact

Alles was du über Glüwein wissen musst

Bereits die alten Römer wussten schon was gut ist und pimpten ihren Wein mit Gewürzen auf. Dadurch wurde dieser haltbarer und genießbarer. Das älteste Glühweinrezept stammt von 1843 und wurde mit Zimt, Lorbeer, Sternanis, Koriander und Thymian sowie einer großen Portion Honig verfeinert. Heutzutage stapelt sich Glühwein allerdings in Form von großen Flaschen mit quietschbunten Etiketten oder großen Kartons im Supermarkt. Dass es dabei natürlich große Qualitäts- und Preisunterschiede gibt ist klar. Denn fehlender Geschmack, wird dann mit ordentlich Zucker ausgeglichen – wen wundert’s und das sorgt dann am nächsten Tag für Kopfweh.

Achtet daher am besten auf Auszeichnungen wie „deutscher Wein“ dann seid ihr auf der sicheren Seite oder greift direkt zum Winzerglühwein. Denn dafür dürfen nur Trauben vom Weingut selbst verwendet werden und der Glühwein muss auch dort, ohne Zusätze wie Farbstoffe, Wasser und Alkohol, produziert worden sein. Eine hauseigene Gewürzmischung mit den typischen Weihnachtsgewürzen macht den Glühwein dann zu einem wahren Träumchen. In Deutschland ist der rote Glühwein ganz klar der Favorit, in Franken bevorzugt man lieber den weißen Glühwein und im hessischen Raum greift man gerne auf Apfelwein zurück und verfeinert ihn mit Vanilleschote, Muskatnuss und Orange.

Noch was für die Klugscheißer unter euch: Wird Glühwein mit Fruchtsaft oder Likör, Schnaps oder Rum gemischt, schimpft er sich tatsächlich Punsch.

Zwei auf einen Streich

In unserer aktuellen Winterweine Kollektion findet ihr deswegen auch gleich zwei Glühweine. Die ihr in kleiner Runde Zuhause (wenn es Corona zulässt), zu zweit oder bei einem Zoom-Meeting mit Freunden beim CO-drinking wegschlürfen könnt. Direkt fertig und vom Winzer abgeschmeckt wartet auf euch ein roter Glühwein handwärmer* und ein weißer Glühwein frostbeule*, die euch garantiert kein Kopfweh bescheren. Dazu ein paar Lebkuchen und Spekulatius. Hmmmm.

Kleiner Tipp: Achtet beim Erhitzen im Topf unbedingt darauf, den Glühwein nie mehr als 78 Grad zu erhitzen. Ansonsten verdampfen Alkohol und Gewürze und er schmeckt anschließend bitter.

Glühwein 2.0 selbstgemacht

Wer Lust hat seinen eigenen Glühwein herzustellen kann diesen ganz einfach mit einer Flasche Rotwein (Dornfelder, Merlot, Spätburgunder) oder Weißwein (Riesling, Rivaner, Grauburgunder, Chardonnay)
Rezept für selbsgemachten Glühwein:
1 Flasche Wein (Rot oder Weiß)
1 Bio Orange
4 Gewürznelken
2 Sternanis
2-3 EL Rohrzucker
nach Belieben noch Kardamomkapseln

Den Wein füllt ihr in einen Topf und erhitzt ihn auf mittlerer Stufe. Achtet darauf, dass der Wein nicht kocht, denn sonst wird er bitter. In der Zwischenzeit schneidet ihr die Bio Orange in Scheiben. Nun gebt ihr alle Zutaten in den Topf, die Gewürze könnt ihr z.B. auch in Teefilter geben und zuknoten. So könnt ihr sie anschließend schneller wieder rausfischen. Den Rohrzucker noch einmal umrühren. Den Glühwein vom Herd nehmen und ca. 1 Std. ziehen lassen. Vor dem Anstoßen noch einmal kurz auf mittlerer Stufe erhitzen.

Wir wünschen euch eine tolle Adventszeit mit unseren Winterweinen und dem ein oder anderen Glühwein. Haltet euch warm, bleibt gesund und bis dahin Zum Wohl🍷❤️


L – wie Lese

L Wie
Lese

Bevor die Trauben in die Flasche kommen, muss erst einmal gelesen werden. Nein, kein Handbuch oder einen Roman sondern geerntet werden. Deswegen nehmen wir euch heute mit in den Weinberg und direkt zur Lese, also genauer gesagt zur Weinlese. Wann genau es den Reben an den Kragen geht, wie gearbeitet wird und was dann passiert, erfahrt ihr jetzt.

Alles im Blick bei der Weinlese

Lese

Für eine*n Winzer*in gibt es im Herbst nichts schöneres als die Lorbeeren (in dem Sinne wohl eher die Trauben) für die harte Arbeit des Jahres zu ernten. So oder so ähnlich müssen sich wohl auch Eltern fühlen, wenn sie gespannt auf die Geburt ihres Kindes warten… äh ja, Ihr versteht sicherlich was wir damit sagen wollen.

Doch schon in den Wochen davor ist der Winzer ständig im Weinberg unterwegs und probiert immer wieder seine Trauben um den besten Moment für die Ernte zu bestimmen. Zudem misst er mit einem Refraktometer den Zuckergehalt in den Weinbeeren, denn der sorgt anschließend für den Alkoholgehalt bei der Gärung.

Gerade das Wetter spielt dabei eine wichtige Rolle. Faktoren wie Sonne, Wind und Regen beeinflussen die Reife und Qualität der Trauben zusätzlich und schlussendlich auch den Erntezeitpunkt. Denn wenn wir, wie in diesem Jahr, einen heißen Sommer haben, beginnt die Weinlese auch schon Ende August. Normalerweise ist der Zeitpunkt von Mitte September bis Oktober und dauert mehrere Wochen. Dabei beginnt der Winzer mit frühreifen Rebsorten wie Rivaner (Müller-Thurgau), über Grauburgunder bis hin zu Riesling, der eher zum Ende gelesen wird. Im Januar wenn der Frost durch die Trauben gezogen ist, dann der Eiswein.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Wenn mit der Hand gelesen wird, also die Trauben mit einer Rebschere fein säuberlich vom Rebstock getrennt werden, sind dafür allerlei Helfer gefragt. Auch nimmt die Arbeit deutlich mehr Zeit in Anspruch. Hat aber den Vorteil, dass nur wirklich einwandfreie Trauben geerntet werden. Faule oder weniger reife Trauben bleiben einfach hängen. Auch an besonders steilen Hängen oder wenn es der Boden nicht zulässt ist die händische Ernte ein Vorteil. Ansonsten kommt der Vollernter zum Einsatz. Er sieht ein bisschen aus wie ein Traktor mit einem riesigen Maul. Mit ihm wird direkt über Rebe hinwegefahren; durch Rütteln und Klopfen fallen die Trauben auf ein Laufband und werden in einen Sammelbehälter befördert.

Anschließend werden die Trauben auf einen Hänger gekippt oder wenn sie per Hand gelesen wurden, in Körben oder Bottichen gesammelt und zum Weingut transportiert. Der Vollernter spart natürlich Zeit und Personal, danach müssen aber Blätter und andere „Fremdkörper“ aus der Ernte befreit werden. Beide Verfahren haben also ihre vor und Nachteile. Wenn die Arbeit im Weinberg vollbracht ist, warten die Trauben auf ihren großen Moment. Weiß- und Roséweintrauben werden relativ schnell durch eine Presse befördert, bei der am Ende der leckere Traubensaft übrig bleibt. Aus den Rotweintrauben wird in großen Bottichen eine Maische angesetzt. Das heißt, die Trauben werden gestampft, sodass sich die rote Farbe aus der Schale löst und an den Saft abgegeben wird.

Ihr seht, als Winzer*in hat man einiges an Vorarbeit zu leisten, bis die edlen Tröpfchen in der Flasche landen. Wenn ihr euer Weinwissen noch ein bisschen erweitern wollt, schaut auch mal bei unseren anderen Blogbeiträgen vorbei. Bis dahin – ZumWohl ❤️


Weingut Meyerhof

Wein verbindet
Weingut Meyerhof

Dieses Mal gibts ein weintastisches Duo und zwar Alina und Sebastian Engel vom Weingut Meyerhof. Alina war gerade dabei ihr Studium Weinbau und Oenologie abzuschließen und es kam wie es kommen musste – Sebastian als branchenfremder hatte Blut äh Wein geleckt und gab seinen Job als Maschinenbautechniker auf. Mit viel Herzblut führen Sie das Weingut nun in 7. Generation als junges Winzer-Ehepaar. Da es ein typisches Familienweingut ist, dürfen Mama und Papa natürlich nicht fehlen, so sind Alinas Eltern auch immer mit an Bord. Vater Bernd und Sebastian sind dabei hauptsächlich für den Außenbetrieb zuständig. Mama Daniela und Alinas Steckenpferd ist das Marketing, die Vinothek und allen voran das Gästehaus. Im Keller kümmern sich Sebastian und Alina gemeinsam.

Rheinhessische Schweiz

Wo genau liegt denn das Weingut nun? In der rheinhessischen Schweiz, das zum größten Anbaugebiet Deutschlands zählt. Genauer gesagt aber in Flonheim. Hier im Nordosten von Rheinhessen ist die Landschaft eher hügelig und generell sind die Temperaturen etwas kühler. Unter den Bedingungen wachsen auf zwölf Hektar insgesamt 15 verschiedene Rebsorten wie Grauburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc und beim Rotwein Spätburgunder und Merlot. Auf der Südhanglage „La Roche“ wächst z.B. der 40-jährige Rieslingweinberg. Der den Trauben durch den Boden eine besondere Würze und Mineralität verleiht. Neue Rebsorten probieren sie nur bedingt aus. So kamen in den letzten Jahren aromareiche Sorten wie Scheurebe und Muskateller dazu, die sich aber in einer Cuveé wiederfinden. Dabei steht immer im Vordergrund dass es ihnen selbst schmeckt, zur Region passt und natürlich der Klimawandel im Auge behalten wird.

2017 haben sie den Betrieb daher auf biologischen Weinbau umgestellt. Weil diese Umstellung drei Jahre dauert ist sie genau mit dem 2020er Jahrgang abgeschlossen. Als Bio-Weingut ist es ihnen besonders wichtig im Einklang mit der Natur zu arbeiten und das besonders schonend. So entstehen sehr aussagekräftige, quarakteristische Weine, die die Region, den Boden und deren Stil widerspiegeln. Das Weingut hat auch sonst noch so einiges zu bieten. Im Gästehaus könnt ihr euch in zehn Doppelzimmer einbuchen und am nächsten morgen ein reichhaltiges Frühstück genießen. Weintastings, Kellerführungen und Arrangements wie ein Weinerlebniswochenende, Midweek-Auszeit und vieles mehr stehen auf dem Programm. Ihr seid vielleicht sogar mit eurem Camper oder Wohnmobil unterwegs? Perfekt! Dann findet ihr auf dem Grundstück auch einen Stellplatz und könnt in den Genuss des Weinguts kommen.

Sommer im Glas

Wir haben Alina nach ihrem Favoriten aus dem eigenen Sortiment gefragt – Ganz klar ist der Riesling der Favorit, weil die Rebsorte einfach so wandelbar ist. Deswegen würde sie auch immer einen Weißwein bevorzugen. Im Winter oder zu einem geilen Essen, aber auch keinen Spätburgunder ausschlagen 😉 In unserer Tasting Box findet ihr einen ganz besonderen Roséwein vom Weingut. Super fruchtig, super beerig und total sommerlich. Er ist weder süß noch zu trocken. Einfach feinherb und harmonisch. Wenn ihr mal genüsslich ins Glas schnuppert hat man das Gefühl man riecht einen Erdbeercocktail. Perfekt für warme Sommertage oder wenn ihr im Herbst nochmal in Erinnerung an den Sommer schwelgen wollt.

Den perfekten Weinmoment dürfen wir zu guter Letzt nicht vergessen: Das heißt für die beiden… gute Freunde an einem Tisch, was leckeres zum Snacken, im besten Fall was vom Grill oder ein paar Tapas. Einen guten Abend, mit ein paar Flaschen Wein. Sehen wir genauso!

Ihr wollt mehr über die Weine erfahren, ein paar Nächte oder gleich ein Erlebnis buchen, dann hier entlang…

Weingut Meyerhof

W – wie Weingesetz

W Wie
Weingesetz

Weintrauben anpflanzen und ein paar Träubchen naschen, mit dem Traktor durch die Weinberge düsen, jeden Abend ne Flasche Wein leeren und ab und zu mal im Weinkeller vorbeigucken. So ähnlich habt ihr euch sicherlich den Job eines Winzers vorgestellt. Leider müssen wir euch da enttäuschen… Dass da eine gehörige Portion Arbeit und größtenteils auch viel Büroarbeit und damit Bürokratie einhergeht, wissen die meisten überhaupt nicht. Mal schnell bei unserer Winzerin Marlene aus der Wine-Tasting Box nachgefragt – 60 % Büroarbeit kommt tatsächlich hin, wenn man dazu noch das Marketing und den Verkauf zählt.

Weingesetz regelt!

In der Ausbildung zur Winzerin / zum Winzer lernt man im Fach Weinrecht alles rund um das Thema. So ist u.a. festgelegt aus welchen 13 Anbaugebieten der Wein kommen darf (z.B. Rheinhessen, Mosel, Pfalz…), aber auch bestimmte Regeln zum Anbau selbst. So muss für Flächen die gerodet wurden und mehr als 1200 qm betragen, ein Eintrag für eine Neuanpflanzung gestellt werden. Ebenso werden die Qualitätsstufen eines Weines definiert, bestimmte Hygienestandards vorgegeben und jährliche Kontrollen abverlangt.

Am wichtigsten ist gerade jetzt wenn geherbstet wird, also die Trauben geerntet werden, das Herbstbuch. Darin trägt die Winzerin / der Winzer u.a den Zeitpunkt der Ernte, die Erntemenge und die Qualität (Mostgewicht) ein. Das alles wird dann anschließend ins Kellerbuch übertragen, wo auch alles weitere eingetragen werden muss, ob Abfüllung, Verkauf oder Mengenveränderungen durch Filtration. Dieses muss man bis zum 15. Januar des Folgejahres fertiggeschrieben haben und auch die Erntemengen müssen der Landwirtschaftskammer handschriftlich oder online übermittelt werden.

Erst vor kurzem wurde eine weitere Regelung beschlossen. So soll für die Weinqualität nicht mehr die Traube entscheidend sein, sondern die geografische Herkunft. Also je definierter die Lage ist, (Weintrauben vom Berg xy aus der Hanglange xy) wäre der Wein dann ein Prädikatswein und wenn die Trauben nur aus Hessen kämen, wäre es nur ein Landwein.
Na, Hirnmasse ein bisschen zum Schwanken gebracht? Gut so! Dann darauf erst mal nen Wein Zum Wohl ❤️


D – wie Dessertwein

D Wie
Dessertwein

Na du Süße/r! Ja genau Du! Heute widmen wir uns den ganz süßen Weinen und zwar den Dessertweinen oder auch Süßweinen genannt. Welche Arten es gibt, wie ihr sie am besten entdeckt und wozu sie am besten schmecken, erklären wir euch jetzt.

Sweet dreams are made of this

Auslese

Ganz vorne weg, damit ihr direkt wisst was Sache ist: Dessertweine sind ziemlich gehaltvolle, dichte Weine. Sie schmecken besonders süß und fruchtig. Neulich selbst mal eine Scheurebe getrunken „Boah“ das schmeckst du sofort! Wie soll ich’s am besten erklären… er war von goldgelber Farbe, vollmundig, cremig und eben süß.

Das liegt vor allem am hohen Mostgewicht, also dem natürlichen Zuckergehalt im frisch gepressten Traubensaft. Die Trauben für Dessertweine haben einem höheren Reifegrad oder besser gesagt sind „überreif“. Der Winzer erntet diese am Ende der Erntesaison. Auf dem Weinetikett steht dann z.B. Spätlese. Manche Trauben bleiben sogar so lange im Weinberg, bis sie schon ganz zusammengeschrumpft sind und eine Edelfäule entsteht. Das wird als Auslese, Beerenauslese (BA) oder Trockenbeerenauslese (TBA) bezeichnet und gehört somit der höchsten Qualitätsstufe an – dem Prädikatswein.

Beim Eiswein, der auch zu der Gruppe der Dessertweine gehört, bleiben die Trauben noch bis in den Winter hängen und werden erst bei -7 Grad geerntet und zügig gepresst. Durch die Kälte gefriert das Wasser in den Beeren und nur der hochkonzentrierte Most wandert in die Gärung. Zu guter Letzt dürfen wir euch die Likörweine nicht vorenthalten, diesen wird bei der Gärung zusätzlich noch Alkohol hinzugefügt. Wer schon mal einen probiert hat weiß, sie haben ordentlich wumms, sind aber dennoch süß.

Im Weinregal findet ihr z.B. Scheureben, Muskateller und Gewürztraminer. Achtet dabei auf die oben genannten Worte wie Spätlese, Auslese, usw. oder den Begriff Eiswein. Dann wisst ihr dass sie lieblicher, also süßer ausgebaut sind.

So süss, so lecker – das passt zum Dessertwein

Bei Süßwein gelten zweierlei Regeln „Gleich und gleich gesellt sich gern“ und „Gegensätze ziehen sich an“ – so schmecken Süßspeisen wie Crème brûlée und Apfelkuchen mit Mürbeteig besonders lecker dazu. Der Wein sollte mindestens genau so süß wie die Speise selbst sein.
Andererseits macht sich so ein süßes Tröpfchen auch hervorragend zur asiatischen Küche. Denn die Schärfe ist der perfekte Gegensatz zur Süße. Und auch kräftiger Käse wird durch den Süßwein gemildert und harmoniert richtig gut. Wir wünschen euch viel Spaß beim Austesten Zum Wohl ❤️


Weingut Frieden-Berg

Weingut Frieden-Berg
An der Mosel Zuhause

Weingut_Frieden-Berg

Heute stellen wir euch den dritten Winzer aus unserer Wein Tasting Box vor – Max, gelernter Techniker für Weinbau und Önologie. Seit 2014 führt er das Weingut Frieden-Berg gemeinsam mit seinem Vater in 10. Generation. Dabei ist Max hauptverantwortlich für das Tagesgeschäft, den Vertrieb und Marketing. Papa Horst tobt sich dafür in den Weinbergen bei der Traktorarbeit aus und kümmert sich um die Finanzen. Ganz wichtig ist den beiden aber, das alles Hand in Hand läuft und sich beide immer auf den anderen verlassen können. Als umweltbewusst wirtschaftendes Weingut steht bei ihnen die Natur im Vordergrund. So produzieren sie ihren eigenen Strom, achten auf einen naturnahen Weinanbau und gehen sinnvoll mit den Ressourcen um die ihnen zur Verfügung stehen.

Next Stop: Nittel

Nittel_Weinregion

Gelegen ist das Weingut im schönen Nittel an der südlichen Weinmosel im Dreiländereck zu Luxemburg und Frankreich. Schon alleine deshalb und natürlich wegen dem guten Wein, lohnt es sich den nächsten Urlaub genau hier zu planen. Auf den umliegenden Wanderwegen und in den zwei angrenzenden Naturschutzgebieten könnt ihr euch vom stressigen Alltag erholen und kehrt abends dann im Restaurant Novum auf dem Weingut Frieden-Berg ein oder habt einen feucht fröhlichen Abend bei einer Weinprobe in der hauseigenen Vinothek mit Max.

Die Mischung macht's!

Aber was macht die Region für den Weinanbau so besonders? Zum einen die Muschelkalkböden! Sie bringen durch ihre Mineralität besonders charakterstarke Weine mit dem „gewissen Etwas“ hervor. Aber auch das Klima sorgt mit seinen vergleichsweise milden Wintern und warmen Sommertagen mit ausreichend Regen für beste Bedingungen. Das kommt Winzern wie Max und seinem Vater natürlich gelegen. Auf rund 13 Hektar Land werden zwei rote und neun weiße Rebsorten angebaut. Unter anderem der Elbling, dessen größtes Anbaugebiet tatsächlich in der Moselregion liegt. Dieser ist auch im Cuvée Wein von Max enthalten, der sich aus vier verschiedenen Rebsorten zusammensetzt. Er ist spritzig und würzig, aber dennoch rund und ziemlich trinkfreudig wie wir finden.

Natürlich musste uns Max noch verraten was sein ultimativer Weinmoment ist… „Ganz spontan, denn das sind am Ende doch die besten Momente und meistens auch die feuchtfröhlichsten.“ Und welchen Wein gibt es dazu? „Am liebsten einen Chardonnay, aber eigentlich kann man sich überhaupt nicht richtig festlegen, denn dafür gibt es viel zu viele leckere Weine.“ Finden wir auch!

Ihr wart noch nie in der Moselregion zu Besuch und zu Vino sagt ihr nie No, dann schaut doch direkt mal auf der Webseite vom Weingut Frieden-Berg vorbei und plant euer nächstes Tasting im Urlaub.

Weingut Frieden-Berg

M-Muskateller_Blog

M – wie Muskateller

M Wie
Muskateller

Heute dreht sich alles um den Muskateller – bitte was für nen Teller? Nein nein, hier handelt es sich nicht um eine Aufklärung in Sachen Geschirr. Wir möchten euch eine der ältesten Rebsorten vorstellen: Muskateller.

Rebsorte mit dem gewissen Etwas

Muskateller

Mit über zweihundert verschiedenen Sorten ist Muskateller einer der vielfältigsten Weißweinsorten. In Deutschland werden rund 300 Hektar am häufigsten in der Pfalz, Baden und Württemberg damit angebaut.

Aber was macht den Wein eigentlich so besonders? Das merkst du sofort beim ersten Schluck. Er hat tatsächlich ein typisches Muskataroma und je nach Wein mischen sich Noten von Holunderblüte, Orange, Feige oder orientalische Gewürze dazu. Sein intensives Aroma, die frische Fruchtsäure und eine dezente Süße sind ein spannendes Zusammenspiel das ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

Gelben Muskateller trinkt ihr am besten zu asiatischen und indischen Gerichten oder zu würzigem Käse. Muskateller mit viel Restsüße ist gerade bei Süßspeisen oder Kuchen die richtige Begleitung. Als Aperitif eignet sich eher ein trockener Muskateller.

Gemacht für lange Sommernächte

Ihr seid neugierig geworden und wollt eure Geschmacksknospen ein wenig kitzeln, dann schaut doch direkt mal in unserem Shop vorbei. Da findet ihr in der Sommerweine-Kollektion einen Gelben Muskateller vom Weingut Geil. Er wird euch überraschen, da sind wir uns sicher. Also auf gehts, schenkt euch ein Gläschen ein und Zum Wohl ❤️


S – wie Sommerwein

S Wie
Sommerwein

Sommer ist da – fuck the Pullis! Die Sonne brutzelt in ganz Deutschland auf uns hinab und alles wonach wir uns sehnen ist ein bisschen Abkühlung. Am Baggersee, im Freibad, von der Elbe bis zum Rhein erfrischt man sich und versucht die Temperaturen ein bisschen erträglicher zu machen. Aber Hey, zwei gute Dinge bringt das ganz mit sich:

1. Du kannst deinem Mozzarella-Teint endlich ein bisschen Farbe verpassen.

2. Ein kühler Wein am Abend auf der Terrasse oder dem Balkon schmeckt gleich doppelt lecker.

Sommer, Sonne, Kaktus!

Sommerweine_01

Als perfekte Sommerweine, auch Terrassenweine genannt, eignen sich am besten leichte, fruchtige Weiß und Roséweine, die man im Sommer im Nu wegsüppelt. Ein Rivaner oder Grauburgunder darf z.B. beim Grillen nicht fehlen, denn es muss ja nicht nur immer das kühle Blonde sein. Aber Achtung, richtig gut kühlen – denn wenn die Temperaturen draußen schon um die 30 Grad liegen, wird der Wein natürlich entsprechend schneller warm. Aber was ist eigentlich mit Rotwein? Geht natürlich auch, denn Geschmäcker sind ja bekanntlicherweise verschieden. Mit einem leichten Spätburgunder oder einem süßen, fruchtigen Dornfelder mit wenig Alkoholgehalt (bis 12 % Vol.) macht man Rotweinfreunde glücklich. Hierbei gilt aber auch: gut kühlen ist es erfrischender.

Alternativ lässt sich aus einem Rotwein mit ein bisschen Früchten, Orangensaft, Likör und Eiswürfeln ein Sangria zaubern. Wer dabei jetzt direkt ans Eimertrinken auf Malle denkt, streicht das direkt mal.

Sag mir was du trinkst und ich sag dir wer du bist.

Bei einer nicht repräsentativen Umfrage unter Weinfreunden ist herausgekommen, dass die meisten am liebsten Weißwein ordentlich gekühlt trinken. Direkt gefolgt vom Rosé auch eiskalt und die Eis-Prinzessinnen & Prinzen unter uns verzichten natürlich nicht auf eine Portion Eiswürfel. Pro Tipp vom Winzer: Mit eingefrorenen Weintrauben verwässert der gute Vino nicht 😉
Die ganz Wilden trinken sogar Rotwein aus dem Kühlschrank. Nein? Doch! Ohh!

Ihr habt jetzt richtig Bock auf gute Sommerweine bekommen, dann schaut doch direkt mal in unserem Shop vorbei. Da findet ihr die passende Kollektion mit sechs ausgewählten Weinen – Zum Wohl ❤️


V_Vegan

V – wie Veganer Wein

V Wie
Veganer Wein

Ihr habt sicherlich mindestens eine Person im Freundeskreis die oder der vegan lebt. Vielleicht seid ihr selbst schon auf den Zug aufgesprungen und ernährt euch komplett tierfrei. Dass das bei Wein nicht immer der Fall ist, erfährt man erst, wenn man sich die Herstellung ein bisschen genauer anschaut. Wir haben die Sache für euch aufgeklärt.

Wein ist vegan, ist doch klar!

Veganer Wein

Nicht immer. Oops, auch gestern noch eine Flasche auf dem Balkon mit Freunden geleert? Da müssen alle veganen Weinfreunde einmal kurz tief durchatmen. Bei der Klärung des Weines werden zum Teil tierische Eiweiße wie z.B. Milch- bzw. Hühnereiweiß (Kasein/Albumin), Gelatine oder Hausenblase (getrocknete Schwimmblasen von Fischen) verwendet und in den Wein gemischt. Die Gerb- und Trübstoffe verbinden sich dann mit dem Eiweiß und sinken auf den Fassboden. Danach wird der klare Wein von den Trübstoffen getrennt. Mittlerweile gibt es aber einige Alternativen, sodass man auf die „tierischen Weinbehandlungsmittel“ komplett verzichten kann. So kommen Pflanzenproteine aus Erbsen, Bohnen oder Kartoffelstärke zum Einsatz. Auch Mineralerde, Aktivkohle oder Kunstoff-Membranen werden dabei genutzt.
Ein Muss ist das aber nicht. Die Zeit ist ein entscheidender Faktor. Mit ein bisschen Geduld, setzen sich die Trübstoffe von alleine am Tank bzw. Fassboden ab. Das ist die schonendste und natürlichste Variante der Klärung.

Woran erkenne ich einen veganen Wein?

Da es für Weine noch kein einheitliches europäisches Label gibt, findest du auf einigen Flaschen das V-Label oder die vegane Blume. Die Zertifizierung dafür ist ziemlich aufwendig und teuer, daher sind eben nicht alle Weine damit versehen. Man kann aber davon ausgehen, dass viele Weine aus Deutschland vegan sind, es aber nicht explizit erwähnt wird. Für einige Winzer ist das bei der Herstellung teilweise schon selbstverständlich. Wer sich ganz sicher sein will, fragt am besten beim Winzer oder Weingut direkt nach.

Vegan Siegel

In unserer Tastingbox findet ihr beispielsweise den Cuvée vom Weingut Friedenberg oder die Scheurebe vom Weingut Geil die beide komplett vegan sind. Flasche auf, ab auf den Balkon oder in den Garten, lasst die Gläser klirren – Zum Wohl ❤️