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5 Tipps für dein Wein-Tasting Zuhause

5 Tipps
Für dein Wein-Tasting zuhause

Das Leben ist viel zu kurz um schlechten Wein zu trinken. Wenn Goethe das schon sagt, wird’s wohl stimmen. Aber was ist eigentlich guter Wein? Was schmeckt mir? Mit diesen einfachen Tipps kannst du zusammen mit deinen Freunden ganz einfach ein kleines Wein Tasting zuhause veranstalten.

Tipp 1: Wein-Auswahl und Reihenfolge

Tastin_Weinauswahl

Es gibt verschiedene Optionen ein Tasting durchzuführen. Wir geben euch Tipps für zwei Varianten:

Klassisches Wine-Tasting: In der Reihenfolge achtet man darauf, dass man sich von weiß zu rot und von trocken zu lieblich durch den Abend trinkt. Alles was sprudelt und prickelt kommt ganz an den Anfang – damit stößt man auf einen schönen Abend an. Außerdem werden dadurch die Geschmacksnerven angeregt. Starte zum Beispiel mit einem leckeren Secco. Danach vielleicht ein. trockener Riesling, da ist viel Säure drin. Probiert anschließend einen feinherben Grauburgunder – den Klassiker mit harmonischem Mix aus Säure und Süße. Mit einem Rosé kann es dann in die nächste Weinkategorie gehen. Auch bei den Rotweinen gilt: von leicht zu schwer. Als fünften Wein kann man gut einen Spätburgunder trinken. Beende das Tasting mit einem kräftigen Cabernet Sauvignon.

Vergleichs-Tasting: Bei dieser Variante vom Tasting schenkst du deinen Gästen immer zwei Weine parallel ein. Am interessantesten ist jeweils der Vergleich von zwei gleichen Rebsorten von unterschiedlichen Winzern oder aus unterschiedlichen Regionen. Ein Riesling aus der Pfalz schmeckt anders, als ein Riesling aus Rheinhessen.

Tipp 2: Die Gläser zum Wein-Tasting

Tasting_Gläserwahl

Gläser spülen nicht vergessen! Für jeden Gast solltest du ein Weinglas und ein Wasserglas einplanen. Das Glas, aus dem du trinkst entscheidet mit darüber, wie intensiv du den Geruch und damit auch den Geschmack des Weins wahrnimmst. Das ist der Grund für die bauchige Form und das dünne, feine Glas.

Wasserglas: Gerade in der WG sind Weingläser oft Mangelware. Wenn du für das Tasting ein einfaches Wasserglas benutzt achte darauf, dass es eine möglichst große Öffnung und dünne Glaswände hat. Bedenke aber, dass du den Wein mit deinen Händen erwärmst, wenn das Glas keinen Stil hat.

Rotweinglas: Rotweingläser sind bauchiger und größer und bieten dem Wein mehr Oberfläche, um mit Sauerstoff in Berührung zu kommen – der Wein muss atmen. Sie bekommen dann einen volleren Geschmack. Du kannst auch Weißwein oder Rosé aus einem Rotweinglas trinken.

Weißweinglas: Gläser für fruchtige und leichte Weißweine sind schmaler und nur leicht bauchig. Der Geruch steigt so besser in die Nase. Damit Weißweine nicht warm werden, hat das Glas einen Stil und ist kleiner. Füll dein Glas nie zu voll – schenk lieber regelmäßig nach.

Tipp 3: Snacks zum Wein-Tasting

Tasting_Snack

Wenn ihr mehrere Weine an einem Abend probiert, solltet ihr für eine gewissen Grundlage sorgen. Wir haben ein paar Snack-Empfehlungen, die immer dazu passen.

• Käseplatte
• frische Früchte
• getrocknete Früchte
• Vollmilch- und weiße Schokolade
• Salzbrezeln & Nüsse
• Baguette, Grissini & Brot
• helle und dunkle Oliven
• italienische Bruschetta
• Datteln im Speckmantel
• Garnelen-Spieße
• Flammkuchen

Außerdem empfehlen wir dir einen Dip, der besonders in Rheinhessen bei einem Weinabend nicht wegzudenken ist: Spundekäs! Du brauchst: 200g Butter, 450g Frischkäse, 550g Quark, 2 Knoblauchzehen, 3 EL Paprikapulver (edelsüß), 1/2 Zwiebel, Salz, Pfeffer

01 Butter, Frischkäse und Quark verrühren.

02 Knoblauch fein hacken und mit den anderen Gewürzen zum Spundekäs geben. Nach Gefühl abschmecken.

03 Zum Schluss Zwiebel fein hacken und über den Spundekäs streuen.

Tipp 4: Wer weiss was zum Wein

Tasting_Infos

Ein bisschen Wissen zum Wein ist immer gut – auch wenn es nur Klugscheißer-Fakten sind. Bereite dich also auf das Wein Tasting vor und informiere dich kurz über die Rebsorten, die du deinen Gästen einschenkst.

Woher kommt der Wein, was macht die Region / das Land aus und was sind typische Aromen für diese Sorte? Lasst euch aber nicht von den Beschreibungen beeinflussen – der Wein schmeckt am Ende so, wie er bei euch auf der Zunge ist. Leg deinen Gästen ruhig Stift und Papier an den Platz – kleine Notizen helfen dabei, sich mit steigendem Pegel an alle Weine zu erinnern und sie miteinander zu vergleichen.

Tipp 5: Freunde einladen

Meine Lieblingssportart? – Weinprobe! Am besten mit guten Freunden zusammen, denn dann schmeckt der Wein besonders gut. Lade deine Freunde zu einem leckeren Wein Tasting ein – mehr als 12 Personen sollten es aber nicht werden. Sonst wird es zu kuschelig! Wenn du 6 Personen für deinen Abend einlädst, solltest du auch 6 Flaschen Wein zum probieren da haben. Sprich – pro Person eine Flasche – außer, du hast sehr durstige Freunde…


betreutes trinken

Betreutes_trinken_Produkt_Blog

Wir haben für euch ein Wein Tasting vorbereitet! Sechs leckere Weine von sechs Jungwinzern warten auf euch. Aufeinander abgestimmt, mit spannenden Infos und einem Video zu jedem Wein. Perfekt für einen geselligen und feucht-fröhlichen Abend mit Freunden!

Zum Produkt

BlogBeitrag_Korken

K – wie Korken

K Wie
Korken

Der Korken gehört zum Wein, wie peinliche Schnappschüsse nach einem feucht-fröhlichen Abend. Aber ist ein Wein mit Korken gleich der bessere Wein? Wieso überhaupt Kork und was es für Alternativen gibt, erklären wir euch jetzt.

Ohne Korkenzieher ohne mich

Korken01

Jeder kennt den Moment im Urlaub oder Unterwegs – im Supermarkt die Qual der Wahl gehabt, Wein ausgesucht, mitgenommen und zu Hause dann gemerkt: Shit, der hat ja nen Korken, wie kriegen wir den nun auf. Mit Glück hat ja der Nachbar nebenan noch einen oder man wird erfinderisch. Sucht man bei Google nach einer Lösung findet man einige kreative Ideen. Unser Favorit: Die Flamme eines Feuerzeugs vorsichtig an den Flaschenhals unterhalb des Korkens halten. Probiert mal aus 😉

Korken knallen lassen

Korken02

Nun aber die wichtigen Fakten. Naturkork wird schon seit ein paar endlosen Jährchen verwendet und ist bei den Weinliebhabern hoch im Kurs. Durch die leicht durchlässige Oberfläche von Kork kommt Sauerstoff an den Wein und er kann dadurch tolle Aromen entwickeln. Gerade Weine die nach Jahren der Lagerung einen besonderen Wert und Reife an den Tag legen, haben mit großer Wahrscheinlichkeit einen Naturkorken. Dieser besteht aus einem kompletten Stück Kork der, man glaubt es kaum, aus der Rinde der Korkeiche hergestellt wird. Aber auch Korken die aus gepressten Korkgranulat gefertigt werden, kommen dabei zum Einsatz. Der Nachteil dabei ist leider, dass der Kork in einigen Fällen einen schimmligen Stoff entwickelt und den Geschmack an den Wein abgibt. Nennt man dann auch „korken“.

Dran rumschauben

Deswegen hat man über kurz oder lang nach Alternativen gesucht. So gibt es mittlerweile auch Korken aus Kunststoff oder Glas. Am bekanntesten und praktischsten sind natürlich Schraubverschlüsse, gerade weil die meisten Weine relativ zügig getrunken werden und nicht unbedingt dafür ausgelegt sind ewige Jahre als edle Tröpfchen im Weinkeller heranzureifen.

Wir sind ja sowieso der Meinung, dass ein guter Wein immer sofort getrunken werden sollte, denn gute Gelegenheiten sollte man nutzen und Feste feiern wie sie fallen. In diesem Sinne – Zum Wohl ❤️


Bacchus_Beitragsbild

B – wie Bacchus

B Wie
Bacchus

Bacchus! Noch nie gehört? Gar kein Problem, dafür habt ihr ja uns. Wir verraten euch was dahinter steckt, was ein römischer Gott dabei zu suchen hat und noch ein bisschen mehr.

Einfach göttlich

Bacchus

Benannt wurde die Rebsorte nach dem römischen Gott des Weines und der war bekannt für seine ausschweifende Feste – wer kennt die nicht 😉 Die Trauben sind dabei eine Kreuzung aus den Rebsorten Silvaner, Riesling und Müller-Thurgau auch bekannt als Rivaner. In Deutschland nimmt die Sorte aber nur knapp 2 % der Rebflächen ein.

Nimm mal ne Nase!

Durstlöscher_Bacchus_Blog

Besonders für Weintrinker die auf wenig Säure stehen ist die Weißweinsorte ein Glücksgriff. Dennoch kann der farblich hellgelbe bis hellgrüne Wein mit einem aromatischen und fruchtigem Geschmack punkten. Nimm mal ne Nase! Dann kannst du blumige Noten aber auch Orange, Kümmel und Muskatnuancen erschnuppern. Unser Bacchus ist lecker, leicht und moderat im Alkohol – quasi was zum Wegzischen. Ein richtiger Durstlöscher und ein perfekter Sommerwein eben.

Ein Gläschen passend zum Essen?

Unser Bacchus hat eine feine Restsüße und hat etwas von Birne und Pfirsich. Wenn du dir ein Gläschen zum Essen gönnst, passt er zur asiatischen Küche, Spargelgerichten oder wie der Riesling zu fruchtigen Desserts.

Ihr wollt direkt probieren? Na dann ab in den ZumWohl-Shop. Dort findet ihr brandheiß und passend zum Sommer einen „Durstlöscher“ in der Sommerweine-Kollektion mit fünf weiteren und genialen Weinen. Wenn wir euch aber eh schon überzeugt haben, könnt ihr den Bacchus natürlich auch einzeln ordern. Und jetzt lasst uns anstoßen… Auf Euch, auf Uns – Zum Wohl ❤️


R-Riesling

R – wie Riesling

R Wie
Riesling

Riesling? Von der Rebsorte habt ihr mit Sicherheit alle schon einmal gehört. Er gehört in Deutschland zu den weit verbreitetsten Weinsorten und ist ein absoluter Allrounder als Begleiter zum Essen. Allerdings ist der Gute ganz schön Anspruchsvoll im Anbau.

Frisch, spritzig, Riesling!

Riesling_Geil

Der Riesling ist das Aushängeschild deutscher Winzer. Bei kaum einem anderen Wein sind Anbau, Boden und Ausbau des Weins so stark im Geschmack wieder zu finden.

Ihr kennt bestimmt den Geruch, wenn es im Sommer regnet? Stellt euch diesen Moment einmal vor, wenn der Regen nach viel Sonne auf den Boden in einen Weinberg fällt. Du kannst den Boden förmlich riechen – und diesen Geruch bekommst du dann auch in dein Glas.

Keine Sorge – der Riesling schmeckt nicht nach Erde und Gras. Im Riesling kannst du neben der knackigen Säure die Mineralität aus dem Boden schmecken, auf dem die Reben wachsen. Das sind zum Beispiel Schiefer, Kalk oder Granit. Du kannst dir das vorstellen, wie ein Mineralwasser – je nach Region schmeckst du da unterschiede, oder? Achte beim nächsten Riesling etwas genauer auf das Gefühl und den Geschmack auf deiner Zunge.

Guten Hunger - dazu passt der Riesling

Riesling_Essen

Grundsätzlich passt ein Riesling immer. Gerade im Restaurant kannst du nichts falsch machen, wenn du dir ein Glas zum Essen bestellst. Auch im Supermarkt und in Weinhandlungen findest du den Riesling in allen möglichen Qualitätsstufen: von Landwein bis Prädikatswein (der teure Stoff), von trocken bis fruchtig-süß.

Zu einem trockenen Riesling passen leichte Gerichte – zum Beispiel Fisch oder Geflügel. Halbtrocken oder feinherbe Rieslinge sind gute Begleiter für kleine Snacks, Weintrauben und Käse auf dem Balkon. Wenn du zu einem süßen Riesling greifst, iss am besten ein fruchtiges Dessert dazu – Yummi, jetzt hab ich Hunger!

Häufig wird der Riesling aber auch für hochwertigen Winzer-Sekt oder Secco genutzt. Vielleicht prickelt es damit auch beim nächsten Date. In diesem Sinne lassen wir die Korken knallen, machen die Gläser voll und stoßen auf den Sommer an!

Zum Wohl ❤️


Q-Qualitätswein

Q – wie Qualitätswein

Q Wie
Qualitätswein

Wer oder was entscheidet eigentlich über die Qualität eines Weines? Der Winzer, die erzielten Verkäufe, der Preis oder ein schick designtes Etikett. Diese Frage haben wir uns gemeinsam gestellt und sind der Sache etwas genauer auf den Grund gegangen

Qualitätsstufen

In Deutschland werden Weine nach dem deutschen Weingesetzt in vier Kategorien geordnet: Tafelwein, Landwein, Qualitätswein und Prädikatswein. Alle vier Weinstufen weisen dabei bestimmte Kriterien auf, die über die Qualitätsklasse des Weines bestimmen. Beginnen wir aber der Reihe nach.

Tafelwein: Die Trauben müssen natürlich aus Deutschland kommen und auf zugelassener Fläche angebaut sein, der Alkoholgehalt muss zwischen 8,5-15 % liegen. Aus ihm werden in der Regel Weine produziert die z.B. für Weinschorlen verwendet werden.

Landwein: Steht auf dem Weinetikett „Landwein der Mosel“, müssen mindestens 85 % der Trauben aus dieser Anbauregion stammen. Diese Weine werden in der Regel eher trocken bis halbtrocken ausgebaut.

Qualitätswein: Hierbei müssen die Trauben zu 100 % aus einem der 13 zugelassenen Anbaugebiete in Deutschland stammen. Zudem wird der Wein einer amtlichen Qualitätsprüfung unterzogen.

Prädikatsweine: Sie haben die höchste Qualitätsanforderung und sind in sechs Prädikate unterteilt (Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein) Anders als bei den anderen drei Kategorien, darf dem Wein vor der Gärung kein Zucker zugefügt werden um den Alkoholgehalt zu erhöhen.

„Qualitätsweine sollen vom Aussehen, Geschmack und Geruch frei von Weinfehlern sein.“

In Deutschland machen Qualitätsweine tatsächlich den größten Anteil aus. Wenn ihr also beim nächsten Mal im Supermarkt vor einer Flasche Wein steht, erkennt ihr an dem Vermerk Q.b.A, dass es sich dabei um einen „Qualitätswein bestimmten Anbaus“ handelt. Jetzt aber genug geschwafelt. Mach dir ne schöne Flasche Wein auf – Zum Wohl ❤️


Blo_C-Cuvee

C – wie Cuvée

C Wie
Cuvée

Was klingt wie das neue Modell eines Autoherstellers, ist im deutschsprachigen Raum ein Synonym für Mischung oder Verschnitt. Im französischen (Cuve) ist damit eine bestimmte Menge Wein im (Gär-)behälter gemeint. Ihr wollts noch ein bisschen genauer wissen, dann aufgepasst:

Cuvèe

Wenn ihr auf einer Flasche Wein das Wort Cuvée entdeckt, ist dieser aus mehreren Rebsorten hergestellt worden. Dafür gibt es drei Methoden. Entweder unterschiedliche Rebsorten werden gemeinsam gepresst oder es gab von vorne herein einen Mischsatz, das bedeutet, dass bereits gemischte Rebsorten auf dem Feld angebaut und anschließend zusammen gepresst wurden. Oder der Winzer führt z.B. zwei sortenreine Weine zusammen, die ein Cuvée ergeben. Das ist auch die gängigste Methode. Dabei kann es auch eine Mischung aus einem Rot- und Weißwein sein. Der Kellermeister bzw. das Weingut entscheidet dabei alleine nach Geschmack – Frucht, Säure, Alkoholgehalt usw. müssen dann eine runde Sache ergeben.

„In der französischen Champagne hingegen wird der erste Most
(der hochwertigste) bei der Herstellung von Champagner als Cuvée bezeichnet.“

Aber nicht alle Weine darf man munter miteinander mischen, denn dafür gibt es gewisse Regeln in Deutschland. Qualitätsweine aus verschiedenen Anbaugebieten darf ein Winzer nicht miteinander vermischen. Prädikatsweine auch nur mit der gleichen Prädikatsstufe. Generell werden in Deutschland aber eher mehr sortenreine Weine angebaut, eben weil das Wetter hier viel wechselhafter ist und die Reben dadurch schon besondere Noten bekommen. In Ländern in denen es vom Klima her eher warm ist, lassen sich erst durch die Cuvées aufregende Noten in den Wein bringen.

Überrasch deinen Gaumen doch beim nächsten Glas Wein und kauf dir eine schöne Cuvée. In diesem Sinne – Zum Wohl ❤️


h-holz

H – wie Holz

H Wie
Holz

Am 21. Mai ist Vatertag und deswegen widmen wir uns heute dem Thema Holz. Denn wenn Männer nicht gerade mit Holz arbeiten, etwas daraus bauen, es zu Brennholz hacken oder dem Hund das Stöckchen werfen, trinken sie ja vielleicht einen leckeren Tropfen Wein. Was das mit Holz zu tun hat erklären wir euch jetzt.

Eichenfass

Vielleicht habt ihr euch auch schon mal gefragt wieso euer Wein nach Vanille-, Schokoladen- oder Kaffeenoten riecht? Dass da keiner ne Tafel Schokolade oder ne Packung Kaffee reinknallt ist klar oder? Dafür verantwortlich sind die Eichenfässer auch Barriquefässer genannt, in denen manche Weine ausgebaut werden. Der Wein nimmt im Laufe der Reife die Noten vom Holz an und wird dann aromenreicher. Ebenso kann der Wein durch das Holz minimal „atmen“ und wird dabei vom Geschmack her etwas cremiger. Was aber Tatsache ist, dass nicht jeder Wein im Fass auch viel besser wird. Dafür muss er schon vorher potential haben, damit er dort dann perfekt vollendet.

„Ich und mein Holz, ich und mein Holz – Holzi, Holzi, Holz.“
(Songzeile: 257ers – Holz)

Die meisten Weine werden in 225 Liter Fässern gereift, da so am meisten Wein das Holz berührt. Je größer sie sind, desto weniger Einfluss hat das Holz auf den Wein. Das selbe gilt auch bei der Wiederverwendung (3-4 x), denn irgendwann kann auch das Holz nichts mehr an den Wein abgeben. Davor wird das Fass aber noch getoastet. Bitte was? Ja getoastet. Es wird von Innen ausgebrannt je nachdem wie viele Röstaromen am Ende in den Wein wandern sollen. Von Light bis Heavy ist alles möglich.

Auf euch Männer!


Feinherb_Titelbild

F – wie feinherb

F Wie
Feinherb

Habt ihr euch schon mal gefragt was feinherb auf dem Weinetikett bedeutet? Ein bisschen fein ein bisschen herb – so einfach lässt sich die Bezeichnung leider nicht übersetzen. Wir klären auf…

Trocken, halbtrocken, lieblich und süß sind die vier gesetzlich festgelegten Geschmacksangaben, die es gibt. In Deutschland findet ihr noch eine weitere, und zwar „feinherb“. Sie lässt sich grob mit dem halbtrockenen Wein vergleichen, ist aber gesetzlich nicht festgelegt. Dafür muss der Wein einen bestimmten Zuckergehalt pro Liter aufweisen, der dabei den Säuregehalt nicht zu stark übersteigt.

Feinherb

Der Geschmack kann dabei trotzdem variieren. Ein feinherber Rotwein, der z.B. einen höheren Tanningehalt (Gerbstoffe aus Fruchtschalen, Kernen und Stängeln) hat, kann dir dann im Mund aber deutlich trockener vorkommen. Einen besonders säurehaltigen, Weißwein empfindest du dann auch eher als trocken. Denn merke: Säure hebt Süße auf bzw. macht sie vom Geschmack her trockener. Hat der feinherbe Wein einen höheren Alkoholgehalt, suggeriert er dir Süße und wirkt dann vom Geschmack her eher etwas lieblicher.

Ein feinherber Riesling mit etwas Restsüße passt zum Beispiel gut zu einem scharfen Curry. Aber auch bei Geflügel könnt ihr fast nichts falsch machen, wenn ihr zu einem feinherben Weißwein oder Rosé greift.

So genug von uns. Lass dir die Sonne aus dem Glas scheinen – Zum Wohl! ❤️


Etiketten

E – wie Etiketten

E Wie
Etiketten

Das Auge isst ja bekanntlich mit – bei uns trinkt es eben mit – denn welchen Wein wir im Supermarkt einpacken, hängt oftmals vom Design des Etiketts ab und nicht nur vom Geschmack.

Hand aufs Herz : Wie oft hast du schon eine Flasche Wein gekauft, weil dir das Etikett gefallen hat? Moderne Schrift, eine schöne Illustration und zack landet die Flasche in deinem Einkaufskorb. Allerdings ist ein schönes Design keine Garantie für einen leckeren Vino. Hm, was nun?

Etiketten

Was gehört eigentlich auf ein Weinetikett? In erster Linie muss das Etikett die gesetzlichen Pflichtangaben wie den Alkoholgehalt oder den Produzent enthalten. Informationen wie die Rebsorte oder der Jahrgang – also Grauburgunder, Chardonnay oder andere – sind weitere Angaben, die oftmals zu finden sind. Die Informationen sind aber meistens nur für Kenner eine gute Orientierung. Was also, wenn ich mich von der Gestaltung des Etiketts überzeugen lasse? In dem Fall gibt es drei grundlegende Regeln, auf die du achten kannst:

Achte auf das Design: Gutes Design ist einfach, aber bis ins kleinste Detail stimmig und ausgearbeitet. Stile und Geschmäcker sind dabei immer verschieden, doch die Qualität eines Designs lässt sich neutral beurteilen. Wichtig ist hierbei der Umgang mit Schriften, Illustrationen und Farben.

Achte auf das Papier des Etiketts: Ein gutes Etikett ist auf einem hochwertigen, kräftigen Papier gedruckt. Wenn das Etikett den Eindruck eines billigen Aufklebers an einer Straßenlaterne macht – Finger weg.

Achte auf die Verarbeitung: Besonders hochwertig und teuer in der Produktion sind Etiketten mit besonderen Veredelungen – zum Beispiel eine Goldfolie oder eine Prägung.

Inzwischen ist das Thema Design in der Branche angekommen. Den meisten Winzern ist bewusst geworden, welche Rolle ein gut gestaltetes Etikett beim Verkauf spielt. Lass dich also nicht nur von einem schönen Etikett um den Finger wickeln. Wichtig ist ja immer noch, was du am Ende im Glas hast – hier zählt nur der gute Geschmack.

So genug geschwafelt. Mach dein Glas voll und lass es dir schmecken – Zum Wohl! ❤️


Grauburgunder

G – wie Grauburgunder

G Wie
Grauburgunder

Grauer Burgunder, Pinot Grigio, Ruländer, Pinot… bla bla bla. Einer der beliebtesten Rebsorten ist sicherlich der Grauburgunder. Zu dem greifst du bestimmt auch, wenn du im Supermarkt vorm Regal stehst. Wieso? Weil du schon mal irgendwo gehört hast, dass der geil schmecken soll. Erwischt?

Grauburgunder Trauben

Hier ein paar Angeber Facts. Was manche gar nicht wissen, die Trauben sind nicht wie man von Weißwein vielleicht vermuten würde hell – Nein, die Haut ist rot bis bläulich und färbt sich bis hin zur Reife gräulich. Das Fruchtfleisch ist in der Tat hell. In Deutschland werden rund 7100 Hektar mit der Rebsorte angebaut, warte was? Lass mich kurz rechnen. 1 + 1 x 2 im Quadrat = 9.944 Fußballfelder. Boah! Wieder was gelernt… Nun ab an die Flasche und rein damit ins Glas. Stopp! Warte noch kurz. Lass mich noch ein bisschen was erklären, ich beeil mich auch. Was du siehst, ist von der Farbe her Goldgelb bis hin ins Bräunliche. So nun darfst du mal schnuppern. Duftaromen von grünen Nüssen, Mandeln, frischer Butter, sowie fruchtige Noten die an Birne, Trockenobst, Ananas und Zitrusfrüchte erinnern. Generell ist der Grauburgunder eher säurearm, dafür aber körper- und extraktreich. Die Fachbegriffe erklären dir aber lieber Wikipedia und Co., ich bin nur fürs Grobe zuständig.

„Der Grauburgunder – der Allrounder unter den Weinen.“

Wenn du im Sommer also mit deinen Freunden zusammen im Park chillst oder aber mit deinem Date den romantischen Sonnenuntergang bestaunen willst – Ihh wie kitschig! – greifst du am besten zu einem jungen, leichten, trockenen bis halbtrockenen Grauburgunder. Möchtest du aber eher Mutti oder die Family beim deftigen 3-Gänge Menü an Ostern oder bei Pasta nach Art des Hauses beeindrucken, triffst du mit einem trockenem Kabinettwein oder einer Spätlese die richtige Wahl. Bist du ein kleines Schleckermäulchen, kannst auf ein Dessert nicht verzichten und willst dazu auch noch einen süppeln. Ja dann nur zu. Hier eignen sich am besten fruchtig-süße Spätlesen oder edelsüße Auslesen.Wenn ihr also auf der Suche nach eine Buddel Wein seid, die viele Leute glücklich macht: Nehmt einen Grauburgunder!

So genug geschwafelt. Lass es dir schmecken und trink einen für mich mit – Zum Wohl! ❤️