D WieDessertwein

Na du Süße/r! Ja genau Du! Heute widmen wir uns den ganz süßen Weinen und zwar den Dessertweinen oder auch Süßweinen genannt. Welche Arten es gibt, wie ihr sie am besten entdeckt und wozu sie am besten schmecken, erklären wir euch jetzt.

Sweet dreams are made of this

Auslese

Ganz vorne weg, damit ihr direkt wisst was Sache ist: Dessertweine sind ziemlich gehaltvolle, dichte Weine. Sie schmecken besonders süß und fruchtig. Neulich selbst mal eine Scheurebe getrunken „Boah“ das schmeckst du sofort! Wie soll ich’s am besten erklären… er war von goldgelber Farbe, vollmundig, cremig und eben süß.

Das liegt vor allem am hohen Mostgewicht, also dem natürlichen Zuckergehalt im frisch gepressten Traubensaft. Die Trauben für Dessertweine haben einem höheren Reifegrad oder besser gesagt sind „überreif“. Der Winzer erntet diese am Ende der Erntesaison. Auf dem Weinetikett steht dann z.B. Spätlese. Manche Trauben bleiben sogar so lange im Weinberg, bis sie schon ganz zusammengeschrumpft sind und eine Edelfäule entsteht. Das wird als Auslese, Beerenauslese (BA) oder Trockenbeerenauslese (TBA) bezeichnet und gehört somit der höchsten Qualitätsstufe an – dem Prädikatswein.

Beim Eiswein, der auch zu der Gruppe der Dessertweine gehört, bleiben die Trauben noch bis in den Winter hängen und werden erst bei -7 Grad geerntet und zügig gepresst. Durch die Kälte gefriert das Wasser in den Beeren und nur der hochkonzentrierte Most wandert in die Gärung. Zu guter Letzt dürfen wir euch die Likörweine nicht vorenthalten, diesen wird bei der Gärung zusätzlich noch Alkohol hinzugefügt. Wer schon mal einen probiert hat weiß, sie haben ordentlich wumms, sind aber dennoch süß.

Im Weinregal findet ihr z.B. Scheureben, Muskateller und Gewürztraminer. Achtet dabei auf die oben genannten Worte wie Spätlese, Auslese, usw. oder den Begriff Eiswein. Dann wisst ihr dass sie lieblicher, also süßer ausgebaut sind.

So süss, so lecker – das passt zum Dessertwein

Bei Süßwein gelten zweierlei Regeln „Gleich und gleich gesellt sich gern“ und „Gegensätze ziehen sich an“ – so schmecken Süßspeisen wie Crème brûlée und Apfelkuchen mit Mürbeteig besonders lecker dazu. Der Wein sollte mindestens genau so süß wie die Speise selbst sein.
Andererseits macht sich so ein süßes Tröpfchen auch hervorragend zur asiatischen Küche. Denn die Schärfe ist der perfekte Gegensatz zur Süße. Und auch kräftiger Käse wird durch den Süßwein gemildert und harmoniert richtig gut. Wir wünschen euch viel Spaß beim Austesten Zum Wohl ❤️